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Wenn aus Materialhandling ein echter Produktivitätsfaktor wird

Robert Braun RaumSysteme ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Mit den neuen Anforderungen stieg auch der Druck auf die Fertigung. Immer mehr Material musste bewegt, bereitgestellt und verarbeitet werden. Genau das wurde im Alltag spürbar. Viel Zeit floss in Tätigkeiten, die nicht direkt zur Wertschöpfung beitrugen.

Gemeinsam mit BOSCHERT und KASTO hat das Unternehmen deshalb eine Lösung umgesetzt, die nicht nur einzelne Arbeitsschritte verbessert, sondern den Ablauf in der Produktion insgesamt neu organisiert. Heute läuft vieles strukturierter, ruhiger und effizienter. Das entlastet die Mitarbeitenden und schafft die Grundlage für einen deutlich höheren Output.


Ergebnisse im Überblick

Anwenderbericht im Detail

Robert Braun RaumSysteme

Robert Braun RaumSysteme entwickelt und fertigt individuelle Lösungen für die Baubranche, den Garten- und Landschaftsbau sowie für industrielle Anwendungen. Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen — und mit ihm die Anforderungen an die Produktion.

Ein wachsendes Unternehmen, ein hoher Materialumschlag und der klare Wille zur Automatisierung bildeten den Ausgangspunkt dieses Projekts.

www.robertbraun.com

Herausforderung

In der Fertigung zeigte sich immer klarer, wo Zeit verloren ging. Bleche in unterschiedlichen Formaten waren in der Halle verteilt, wurden auf Paletten gelagert und mussten immer wieder gesucht, umgelagert und zur Maschine gebracht werden. Das kostete Platz, band Personal und sorgte dafür, dass Abläufe unnötig ins Stocken gerieten.

Besonders spürbar war das an der Stanze. Obwohl die Maschine leistungsfähig war, kam es regelmäßig zu Wartezeiten, weil Material nicht rechtzeitig bereitstand. Mitarbeitende waren mit Transport und Vorbereitung beschäftigt, während an anderer Stelle wertvolle Maschinenzeit verloren ging.

Mit dem weiteren Wachstum des Unternehmens wurde deutlich, dass kleine Optimierungen nicht mehr ausreichen würden. Gesucht war eine Lösung, die Materialflüsse vereinfacht, Wege reduziert und die Produktion spürbar entlastet, ohne die notwendige Flexibilität im Tagesgeschäft einzuschränken.

Lösung

Die Antwort darauf war ein Konzept, das mehrere Bereiche miteinander verbindet. Gemeinsam mit BOSCHERT entschied sich Robert Braun RaumSysteme für eine Lösung aus MULTIPUNCH, TOWER LOADER und KASTOecostore Blechlager. Damit wurde der Materialfluss nicht nur beschleunigt, sondern grundlegend neu organisiert.

Das Material wird heute zentral gelagert, automatisch bereitgestellt und gezielt an die Stanze übergeben. Viele Abläufe, die zuvor manuell koordiniert werden mussten, greifen nun ineinander. Dadurch entsteht ein Prozess, der deutlich gleichmäßiger läuft und der Maschine bessere Voraussetzungen für eine hohe Auslastung bietet.

Der eigentliche Fortschritt liegt nicht nur in der Technik, sondern im Alltag. Weniger Suchen, weniger Umräumen, weniger Transport. Stattdessen mehr Ordnung, mehr Verfügbarkeit und mehr Zeit für die eigentliche Bearbeitung.

Wir arbeiten materialsparend, entlasten unsere Mitarbeiter, erreichen einen deutlich höheren Output als zuvor, sind maximal flexibel und können unterschiedliche Blechdimensionen ohne lange Rüstzeiten bearbeiten. Genau so hatten wir uns das vorgestellt.“

Marco Braun

Geschäftsführer von Robert Braun RaumSysteme

Umsetzung

Im täglichen Einsatz zeigt sich der Nutzen besonders deutlich. Sobald ein Auftrag gestartet wird, wird das passende Material aus dem Lager angefordert und automatisch zur Maschine gebracht. Der TOWER LOADER übernimmt die Bereitstellung und positioniert die Blechtafel präzise für den nächsten Bearbeitungsschritt.

So entsteht ein Ablauf, der zuverlässig funktioniert und wenig Eingriffe erfordert. Die Mitarbeitenden behalten die Kontrolle, müssen aber deutlich seltener manuell eingreifen. Das schafft Ruhe in den Prozessen und reduziert Unterbrechungen.

Was früher mit viel Abstimmung, Transport und Vorbereitung verbunden war, läuft heute wesentlich klarer ab. Die Produktion gewinnt an Tempo, ohne hektischer zu werden. Genau darin liegt der große Vorteil. Höhere Produktivität, weniger unnötiger Aufwand und eine spürbare Entlastung im Arbeitsalltag.

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Robert Braun RaumSysteme stanzt dank BOSCHERT automatisiert

Robert Braun RaumSysteme war auf der Suche nach einer Lösung, um Teile seiner Produktion zu automatisieren. Fündig wurde das Unternehmen bei den Blechbearbeitungsexperten von BOSCHERT. Ein Komplettpaket aus MULTIPUNCH-Stanze, TOWER LOADER und angeschlossenem KASTOecostore-Blechlager sorgt beim Raumsystem-Hersteller für eine höhere Produktivität, weniger Staplerverkehr und entlastet die Mitarbeiter. 

Sichtschutz, Balkonschränke, Carports, Fahrrad- und Wertstoffeinhausungen, Keller- und Industrietrennwände sowie viele weitere Produkte finden sich im Portfolio von Robert Braun RaumSysteme im baden-württembergischen Gemmrigheim. 2011 als Dreimannbetrieb gegründet, ist das Unternehmen in den vergangenen fast 15 Jahren stetig gewachsen. Heute versorgen 70 Mitarbeiter die Kunden aus der Baubranche, dem Garten- und Landschaftsbau sowie der Industrie in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit individuellen Lösungen. Sie erwirtschaften einen Umsatz von etwa 16 Millionen Euro. Hauptsächlich bearbeitet das Unternehmen mit seinem ansehnlichen Maschinenpark Stahlbleche, dazu kommen Edelstahl, Holz und Kunststoffe. „In den vergangenen Jahren rückten bei uns die Automatisierung und Effizienzsteigerungen in der Produktion immer stärker in den Fokus“, sagt Geschäftsführer Marco Braun.

Spannende Aufgabe – praktische Lösung

Bislang stand die ganze Halle voll übereinander gestapelter Paletten mit Blechen in unterschiedlichen Dimensionen, diese brachten die Mitarbeiter mit Staplern zur Stanze. „Wir hatten unheimlich viel Staplerverkehr, unsere Leute verbrachten viel Zeit damit, aufwändig Paletten umzuräumen und das benötigte Material zu suchen“, erzählt der Geschäftsführer. „Das führte natürlich auch zu langen Stillständen an der Maschine.“ Eine effizientere Lösung musste her. Auf der Suche nach einer passenden Lösung wandte sich das Team von Robert Braun RaumSysteme an BOSCHERT, mit deren Maschinen das Unternehmen seit mehr als zehn Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht hat.

Die Raumsystem-Hersteller stellten Michael Roser, Verkaufsleiter bei BOSCHERT, eine spannende Aufgabe. „Gefragt war ein platzsparendes, produktives und weitgehend mannlos arbeitendes Stanzsystem, das die Zahl der Paletten in der Halle verringert, die Belastung der Mitarbeiter und den Staplerverkehr reduziert und zugleich eine Stanze be- und entlädt“, zählt Michael Roser auf. Gemeinsam mit BOSCHERT-Konstruktionsleiter Gerhard Roth knobelte er eine Lösung aus. Die unterschiedlichen Bleche finden nun in einem automatischen Blechlager KASTOecostore 3.0 mit 25 Fächern Platz, das Stanzen übernimmt eine BOSCHERT MULTIPUNCH mit automatischem Werkzeugwechsler und Entladetisch. Als Bindeglied zwischen beiden Anlagenteilen dient ein BOSCHERT TOWER LOADER. BOSCHERT kümmerte sich darum, dass die drei Anlagenteile sicher und zuverlässig miteinander kommunizieren können. Nach bestandenem Funktionstest in Lörrach installierte der Maschinenbauer das System in Gemmrigheim.

Von der Blechtafel zum Stanzteil

Das System benötigt nur wenig menschliche Unterstützung – ein erfahrener Mitarbeiter prüft beispielsweise das Werkzeugsetup – und läuft größtenteils automatisch. Die Konstruktionsabteilung von Robert Braun RaumSysteme erstellt eine Verschachtelung in der CAD-Software Metallix und schickt diese an die MULTIPUNCH. Die Stanze ist für die Bearbeitung von Blechen im Format 1.500 × 3.000 Millimeter und einer maximalen Stärke von sechs Millimetern ausgelegt. Auf einem stabilen C-Gestell sitzt die Stanzeinheit. Der Stanzkopf ist stufenlos um 360 Grad drehbar, leistet eine Stanzkraft von 280 Newton und ermöglicht bis zu 800 Hübe pro Minute. Der Stanzwerkzeug-Wechsler mit acht Stationen und weiteren bis zu 64 stufenlos indexierbaren Werkzeugen im Magazin erlaubt den Austausch in wenigen Sekunden. „Diese automatisierte Einheit ist eine der Grundvoraussetzungen für die mannlose Fertigung – denn wenn da ein Facharbeiter regelmäßig die Werkzeuge tauschen muss, gewinnt Robert Braun RaumSysteme nichts“, sagt Michael Roser. 

Die Tafeln werden mit pneumatischen Spannzangen geklemmt und von Servoantrieben in x- und y-Richtung bewegt. Durch dieses Nachsetzen lassen sich Bleche bis zu 10.000 Millimeter bearbeiten. Positioniergeschwindigkeiten von 60 Metern pro Minute auf der x- sowie der y-Achse sind möglich, simultan sind bis zu 85 Meter pro Minute drin. Die MULTIPUNCH verfügt über eine automatische Kleinteilentsorgung für Bleche bis 300 × 200 Millimeter, die gestanzten Tafeln gibt die Stanze über ein Entladesystem im rechten Teil des Maschinentischs aus. Stanzbunzen werden über eine Entsorgungsklappe und ein Förderband in einem Sammelbehälter entsorgt.

Am Steuerpult ruft der Maschinenbediener das passende Programm auf und prüft das Werkzeug. Ist alles bereit, fordert die Maschine das jeweilige Blech beim Blechlager an. Das KASTOecostore 3.0 fährt das entsprechende Fach auf die unterste Ebene. Dann schwenkt der BOSCHERT TOWER LOADER zum Lager. Dieser ist als Einarmsystem ausgelegt und verfügt über einen intelligenten Saugrahmen, der die Bleche prozesssicher greift, sowie eine Blechsepariereinheit und eine Blechdickenmessung, die sicherstellen, dass der TOWER LOADER immer nur eine Tafel abhebt. Jetzt saugt das Beladesystem das Blech an, serpariert das Blech, prüft Orientierung und Blechdicke, schwenkt zur MULTIPUNCH und platziert die Tafel mithilfe von endschalterüberwachten Anschlägen wiederholgenau auf dem Maschinentisch. Die Stanze klemmt das Blech und bearbeitet es automatisch. Kleinteile fallen während des Prozesses durch eine Klappe im Maschinentisch in vorbereitete Behälter. Größere Teile, die nicht durch diese Klappe passen, werden mit Microjoints im Restgitter belassen und am Schluss mit dem fertig gestanzten Blech über das Entladesystem ausgegeben.Anschließend fordert die Anlage das nächste Blech an und der Prozess beginnt von neuem. „Das Entladesystem bietet zudem eine sehr praktische Zusatzfunktion“, sagt Michael Roser. „Sein Mitteltisch lässt sich herausfahren. Damit hat der Bediener die Möglichkeit, die Stanzteile bereits im laufenden Betrieb auszubrechen und die Anlage muss dann nur noch das leere Restgitter abstapeln.“

Mit dieser Lösung erreicht Robert Braun RaumSysteme eine deutlich höhere Maschinenauslastung und kann mehr produzieren. Das Unternehmen schafft Platz in der Halle, muss das Material nicht mehr mit dem Stapler oder händisch bewegen, spart Manpower und verbessert den Materialfluss. „Wir arbeiten materialsparend, entlasten unsere Mitarbeiter, erreichen einen deutlich höheren Output als zuvor, sind maximal flexibel und können unterschiedliche Blechdimensionen ohne lange Rüstzeiten bearbeiten“, freut sich Marco Braun. „Genau so hatten wir uns das vorgestellt.“