Steelday 2018

Die Metall- und Stahlbaubranche ist gerüstet für die Digitalisierung


Das digitale Bauen wird die Schweizer Metall- und Stahlbaubranche nachhaltig verändern und der Werkstoff Stahl bietet dafür beste Voraussetzungen. Dieses Fazit zogen verschiedene Exponenten der Branche am Steelday in Bern. Um die Herausforderungen erfolgreich zu meistern, braucht es von den Betrieben eine flexible Anpassung der Geschäftsmodelle an einen Markt, der sich schnell wandelt. Eine grosse Chance der Digitalisierung sehen die Fachleute in der Aus- und Weiterbildung. Am zweiten Steelday holten sich die Fachleute Inspiration, unter anderem gab der Stararchitekt Santiago Calatrava Einblicke in sein Schaffen. Am Abend wurde ausserdem der Schweizer Stahlbaupreis Prix Acier verliehen.
Architekten, Bauingenieure und verschiedene weitere Exponenten aus der Stahl- und Metallbaubranche trafen sich heute in Bern zum 2. Steelday. 13 Referentinnen und Referenten sprachen vor über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dabei diskutierten die Fachleute die Fragen, wie die Herausforderungen der Digitalisierung gemeistert werden können und welche Chancen und Risiken sich daraus ergeben. Die Beiträge zeigten anschaulich die Stärken des Baustoffs Stahl auf.

Die Digitalisierung ist die grösste Herausforderung für die Stahl- und Metallbaubranche. Darüber sind sich die Exponenten am Steelday einig. Unternehmer in der Branche müssen das Geschäftsmodell laufend den Marktgegebenheiten anpassen. Für die Experten ist ausserdem klar, dass diese Veränderung positiv für die Berufsbildung ist. Dank des Einsatzes neuer Technologien würden die Berufe an Attraktivität gewinnen. Auch hinsichtlich Nachhaltigkeit bringe die Verwendung von Stahl zahlreiche Vorteile, erklärt Andreas Steffes, der Geschäftsführer der Stahlpromotion Schweiz: «In fast allen europäischen Stahlwerken wird ausschliesslich auf Recyclingstahl gesetzt. Stahl ist beinahe zu 100% wiederverwendbar, dadurch können hohe CO2 Emissionen eingespart werden. Wir sind damit die vorbildlichste Recyclingbranche.»
Damit der Marktstandort Schweiz auch zukünftig wettbewerbsfähig bleibt, brauche es auch von den Unternehmern ein klares Bekenntnis, einerseits sich politisch zu engagieren aber auch in die Ausbildung für zukünftige Berufsleute zu investieren, sagte Nationalrätin und Unternehmerin Diana Gutjahr während eines Medienroundtables: «Nur wenn wir gemeinsam für die Branche einstehen, haben wir das entsprechende politische Gewicht.»
Dass das Interesse in der Branche gross ist, zeigte auch der Steelday in Bern. Mit über 400 Teilnehmenden wurde ein neuer Besucherrekord verzeichnet, das freut den Direktor des Stahlbau Zentrums Schweiz, Patric Fischli-Boson besonders: «Wir ziehen ein sehr positives Fazit, das Interesse in der Branche ist gross, für uns war der Steelday ein voller Erfolg.


Day Bereits zum zweiten Mal fand der Steelday unter dem Dach der Stahlpromotion Schweiz, des Stahlbau Zentrums Schweiz SZS, des SSHV und des AM Suisse statt. Die Tagung setzt erfolgreich auf verschiedene Referate und bietet Fachleuten die geeignete Plattform für einen regen Austausch. An der Fachtagung war das digitale Bauen mit BIM ein Thema. Diskutiert wurden weiter die aktuellen Entwicklungen im Brandschutz und hybride Bauweisen. Einblicke in sein Lebenswerk gab Stararchitekt Santiago Calatrava.

Im Rahmen des Steeldays wurde der Schweizer Stahlbaupreis Prix Acier für herausragende Bauwerke aus Stahl verliehen. Mit einem Prix Acier ausgezeichnet wurden dabei die Sozialräume für eine Werkhalle in Gwatt, die das Wohlbefinden der Mitarbeiter steigern sollen. Ebenfalls mit einem Prix Acier geehrt wurde das Projekt „Aussichtsturm“ im Französischen Parc du Peuple de l’Herbe in Carrières-sous-Poissy, der aus vier aufeinandergestapelten, hüttenförmigen Körpern besteht. Weitere Preisträger sind ein Doppelwohnhaus in Bolligen BE und die mobile Fussgängerbrücke bei der Promenade des Jet d’eau in Genf. (Quelle: Medienstelle Steelday)
 

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